Neue österreichische Beikostempfehlung

Beikost

Beikost-Finger Food

Anfang Dezember 2010 sind von Bundesminister Alois Stöger neue Beikostrichtlinien verabschiedet worden.  Einer der Gründe weshalb der Ernährung von Anfang an ein so großes Augenmerk geschenkt wird ist, daß Ernährungsdefizite im späteren Leben nur noch schwer aufzuholen sind. Sprichwörtlich, was „Hänschen nicht ißt, ißt Hans auch nicht mehr.“ Die Geschmacksprägung beginnt bereits durch die Ernährung der Mutter im Mutterleib und setzt sich fort bis zum 2. Lebensjahr. Einmal festgefahrene Ernährungsgewohnheiten wie Fast-Food Konsum, können im späteren Leben nur schwer geändert werden. Darum ist es umso wichtiger, dass sich die Mutter bereits in der Schwangerschaft ausgewogen ernährt . Was ist aber nun die richtige Ernährung? Diese Entscheidung zu treffen ist für viele Eltern nicht einfach, denn zu unterschiedlich und widersprüchlich sind die zur Verfügung stehenden Informationen, überflutet von der Werbung der Säuglingshersteller und begleitet von der Unwissenheit der Bedeutung des Stillens. Stillen kann das Risiko beispielsweise an Übergewicht (Adipositas) zu „erkranken“ um 30% senken. Daher wurde vom Bundesministerium für Gesundheit das Projekt „Richtig essen von Anfang“ an ins Leben gerufen, wo auch die Broschüre „Richtig essen von Anfang an“ heruntergeladen werden kann.

Im Aller Kürze hier einige Neuerungen in der Beikost: Alle Lebensmittel (ausgenommen Salz, Zucker, Honig, Süßungsmittel, nicht geriebene Nüsse, schwermetallbelastete Fische) können je nach Entwicklung um den 6. Lebensmonat gedünstet, warm und püriert verabreicht werden, während noch gestillt (oder PreNahrung gegeben) wird. Wird die erste Kost akzeptiert, können weitere Mahlzeiten gegeben werden. Zum idealen Zeitpunkt der Einführung von Milchprodukten wurde keine Stellung gegeben. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) und die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfehlen geringe Milchmengen (< 200 ml) in erhitzter Form von Brei oder Erdäpfelpüree ab dem 7. Lebensmonat, von einem Voll-Milchkonsum aus der Flasche (Trinkmilch) raten sie im 1. Lebensjahr strikt ab. Frühgeborene und Kinder mit einer Tendenz zum Eisenmangel sollten keine Kuhmilch im 1. Lebensjahr zu sich nehmen, stattdessen eisen- und vitamin C reiche Nahrung forcieren.

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