Pump it Up! – Trend zu ausschließlich abgepumpter Muttermilch

Pumpen & Arbeiten

Handless Pumping Bra – Medela

Mütter sagen bevorzugt „Ja“ zu Muttermilch – „Nein“ zum Stillen

Immer mehr Mütter möchten ihre Kinder mit Muttermilch ernähren, entscheiden sich jedoch gegen das Stillen. Sie pumpen und verabreichen ihren Kindern ausschließlich abgepumpte Muttermilch.

Als Gründe nennen Mütter, dass sie sich beim Stillen in der Öffentlichkeit unwohl fühlen. Die Kontrolle über die täglich verabreichte Muttermilch gibt Müttern Sicherheit und Ruhe. Schmerzen beim Stillen, Saugschwäche des Kindes, sind weitere Gründe für das Abpumpen. Auch Zeit spielt eine wichtige Rolle. Die Milch kann von beiden Brüsten gleichzeitig abgepumpt werden, während beim Stillen nur von einer Brust getrunken werden kann. Die Flasche kann dann von anderen Personen, verabreicht werden.

Pumpen und Muttermilch ist für viele Mütter eine Win-Win Position – es gibt den Müttern mehr Freiheit, wissend dass die Kinder all die wichtigen Nährstoffe der Muttermilch bekommen. Gleichzeitig reduzieren „pumpende“ Mütter ihr Risiko an Brustkrebs zu erkranken.

Die Ärzte warnen jedoch vor dem „ausschließlich Pumpen“, da die abgepumpte Muttermilch nicht ausreichen könne. Durch die Bruststimulation einer Pumpe wird möglicherweise nicht ausreichend Oxytocin, ein für den Milchspendereflex verantwortliches Hormon produziert. Entgegen dieser Warnungen gaben Mütter an, ihren Babys über die ersten 6 Monate ausschließlich abgepumpte Muttermilch verabreicht zu haben. Einige benötigten nicht einmal Säuglingsanfangsnahrung. Sie haben Muttermilch für das erste Lebensjahr abgepumpt und gelagert. Eine genaue Aufstellung wie viele Mütter ausschließlich gepumpte Muttermilch verabreicht haben gibt es nicht. Der Trend ist steigend. Dies zeigen die Verkaufszahlen der Muttermilchpumpen.

Müttern, die nicht stillen möchten oder nicht stillen können, wird derzeit von Ärzten und Hebammen nur die Säuglingsanfangsnahrung mittels Flasche genannt. Die Möglichkeit abgepumpte Muttermilch zu verabreichen wird derzeit kaum als Alternative erkannt. Muttermilch abzupumpen sollte zukünfigt immer empfohlen werden, wenn nicht gestillt werden möchte. Die Technologie unterstützt diesen Trend. Milchpumpenhersteller, bieten elektrische Milchpumpen an, die gleichzeitig an beiden Brüsten Milch abpumpen können und dabei den Saugrhythmus der Babys imitieren. Die Pumpen sind mittlerweile derart klein, dass sie in Handtaschen verstaut und problemlos für unterwegs verwendet werden können. In Österreich gibt es die Möglichkeit Pumpen zu mieten und die Kosten mit der Krankenkasse zu verrechnen. Es gibt sogar schon einen speziellen BH (Medela oder Easy Expression) der die Brusthaube derart befestigt, dass Mütter während dem Pumpen beide Hände frei haben, um beispielsweise Emails zu lesen, oder ihr Baby zu halten. (Diese BH’s können unter info@koerpergarten.at bestellt werden). Und für alle aus deren Alltag Web 2.0 und iPhone nicht mehr wegzudenken sind. – Mit dem iPhone Nursing Tracker können Mütter die Stillzeit stoppen, Aufzeichnungen führen, wann wie lange und vor allem welche Brust entleert wurde. Ebenso wann, die Windel mit welcher Füllung entsorgt wurde. d.h. ob dann auch das lästige riechen an einer vollen Windel entfällt?

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