Stillen & Babynahrung auf Reisen

Gestillte Kinder sind unkomplizierte Reisebegleiter.

Muttermilch  ist immer dabei, erspart den Eltern unnötiges Mitschleppen von Flaschen, Milchpulver, Wasser, Flaschenwärmer, Destillator, etc. Man braucht sich um sauberes Wasser keine Sorgen zu machen. Die in der Muttermilch enthaltenen Immunstoffe schützen das Kind zusätzlich vor Erkrankungen.

Auch bei tropischen Temperaturen benötigt das ausschließlich gestillte Baby keine zusätzliche Flüssigkeit; im Gegenteil, diese könnte das Risiko für Infektionskrankheiten erhöhen. Die Muttermilch passt sich in ihrer Zusammensetzung an die Bedürfnisse des Babies an. (Die Muttermilch hat einen hohen Wassergehalt nämlich 88%). Möglicherweise möchte das Kind seinen Durst öfters stillen, häufiger angelegt werden.

Gepäck: Wird das Baby nicht ausschließlich gestillt, ist es sinnvoll, eine gewisse Menge der gewohnten Nahrung  mitzunehmen. Sollte es nicht möglich sein die gewohnte Nahrung (Formularnahrung) mitzunehmen, sollte bedacht werden, dass die Herstellungsrichtlinien für die Formularnahrung nicht in allen Ländern gleich sind. Beispielsweise findet man in manchen Ländern Saccharose in der 1er Nahrung, wo die Fructose möglicherweise zu Verdauungsbeschwerden führen kann. Die Inhaltsstoffe von Pre-Nahrung sind in etwa in den europäischen Ländern gleich. Windeln gibt es fast überall zu kaufen. Bezüglich Wasser ist zu überlegen ob das Leitungswasser im Reiseland verwendet und vorort abgekocht werden kann, ob mineralstoffarmes Mineralwasser, das sich zur Zubereitung der Babynahrung eignet oder Baby-Mineralwasser vor Ort gekauft werden kann. Geöffnete Mineralwässer sollten stets gekühlt aufbewahrt werden. Sollte die Flasche länger als zwei Tage verwendet werden, das Wasser bitte abkochen. Spätestens nach einer Woche ist die Flasche zu entsorgen. Die gewohnten „Pampers“ sind in der Regel erhältlich, können jedoch mitunter mehr als doppelt so teuer sein. Preisgünstige landesspezifische Alternativen sind meist erhältlich.

Stillen in der Öffentlichkeit: Nicht in allen Ländern wird das Stillen in der Öffentlichkeit gerne gesehen. In den USA gibt es beispielsweise ein Gesetz, das Stillen in der Öffentlichkeit erlaubt, jedoch gibt es gerade dort immer wieder Probleme. Siehe auch folgenden Blog-Eintrag .

Reiseapotheke: Der Inhalt sollte am besten mit dem Arzt besprochen werden. Im Falle von Durchfallerkrankungen sollte weitergestillt werden. Hier ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten und besser zu früh als zu spät den Arzt aufzusuchen. Unter Umständen kann die Gabe einer Elektrolytlösung sinnvoll sein. Die beste Reyhdrationslösung  ist in der Regel Muttermilch.

Flugzeug: Beim Starten und Landen sollte das Baby gestillt bzw. ihm Flüssigkeit verabreicht werden, da die Druckveränderungen zu Ohrenschmerzen führen kann. Durch das Schlucken kommt es zu einem Druckausgleich, der die Schmerzen verhindert. Für die Mitnahme von Flüssigkeiten (abgepumpte Muttermilch, abgekochtes Wasser, etc.) in das Flugzeug gibt es unterschiedliche Regelungen. Diese am besten bei der Fluggesellschaft erfragen. Die  Gepäcksbeleuchtung hat übrigens keinen Einfluss auf die Qualität der Muttermilch.

Ab in den Urlaub!

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