Baby’s Bücher vorlesen. Warum Lesefrühförderung sinnvoll ist.

Baby’s Bücher vorlesen. Für einen besseren Start ins Leben. Was für eine verrückte Idee! Babys können doch noch nicht einmal sprechen, wie sollen sie Bücher verstehen?

Leseförderung kann nicht früh genug beginnen: Auf dem Schoß aneinander gekuschelt, bringt das für die Eltern eine ganz besondere Erfahrung von Nähe. Dieses Gefühl von Vergnügen und Zuwendung verbinden Kinder schon früh mit Büchern. In Zeiten, in denen sie viel Computer spielen oder fernsehen, werden so Leseschwächen vorgebeugt. Wer mit seinem Nachwuchs regelmäßig Bücher ansieht, gibt ihnen etwas Unersetzliches für ihr ganzes Leben mit.

PISA: Let’s Read Them a Story! – The Parent Factor in Education

Kinder, die von ihren Eltern vorgelesen bekommen, zeigen im PISA-Test höhere Lesefähigkeiten als Kinder, in deren Familien nicht gelesen wurde. Dieser Zusammenhang ist in Deutschland und in Neuseeland besonders stark ausgeprägt. Häufig spiegelt sich der soziale Hintergrund der Familien in den schulischen Leistungen der Kinder. Die positive Wirkung des Vorlesens auf das spätere Lesevermögen ist der Studie zufolge aber quer durch alle sozialen Gruppen zu beobachten.

Die PISA-Sonderauswertung:  „Let’s Read Them a Story! The Parent Factor in Education“ dokumentiert nicht nur die PISA-Ergebnisse und Analysen, sondern macht Eltern, Pädagogen und politischen Entscheidungsträgern auch praktische Vorschläge, wie Eltern besser beteiligt werden können und zeigt, welche Aktivitäten am ehesten zu besseren Leseleistungen führen. Weitere Informationen und Bezugsquellen finden Sie unter: OECD iLibrary: www.oecd-ilibrary.org/content/book/9789264176232-en

Was bedeutet nun Lesefrühförderung:

„Lesefrühförderung bedeutet, das Medium Buch mit allen Sinnen zu begreifen und den Grundstein zu legen für ein Leben, in dem die Lust am Lesen eine große Rolle spielt.“ (Angela Bogner, Kirangolini-Workshopleiterin). Sprachentwicklung und –förderung als Voraussetzung für erfolgreiches und lustvolles Lesen.

Die ersten Worte des Kindes entstehen ca. mit dem ersten Lebensjahr. Meist sind dies Wörter, die aus den Silbenketten entstehen (Ma-ma). Auch einfache Worte, die das Kind in seinem Umfeld hört, können nachgesprochen werden. Zunächst werden die Worte noch ohne Sinn verstanden, doch mit der Zeit kann der Zu-Erziehende die Worte mit dem Gegenstand bzw. dem Sinn verknüpfen. Dabei bildet es den Satz aus nur einem Wort.

„Stimulieren Sie die sprachliche Entwicklung Ihres Kindes, indem Sie gemeinsam Bilderbücher lesen, singen, Reime aufsagen. Vor allem aber sollten Sie viel mit Ihrem Kind sprechen. Verwenden Sie dabei einfache, kurze Sätze, und erzählen Sie Ihrem Kind, was Sie gerade sehen oder tun. Doch nicht nur das Sprechen mit Ihrem Kind ist wichtig. Ebenso essentiell für den Lernprozess des Kindes ist, dass Sie dem Kind zuhören und auf das reagieren, was Ihr Kind zu sagen versucht. Versuchen Sie zu verstehen, was Ihr Kind meint, wenn es etwas sagt oder zu sagen versucht und reagieren Sie entsprechend darauf. Lassen Sie Ihrem Kind genügend Zeit, um ein Wort oder einen Satz zu bilden oder eine Antwort zu formulieren. Fallen Sie ihm nicht ins Wort, wenn es versucht, eigenständig einen Satz zu bilden. Reagieren Sie nicht wütend oder ungeduldig, wenn es ein falsches Wort verwendet oder ein Wort falsch ausspricht. Auch sollten Sie Ihr Kind nicht ständig verbessern. Lassen Sie das richtige Wort bzw. die korrekte Aussprache des betreffenden Wortes einfach auf natürliche Weise in das Gespräch einfließen.

Weitere Informationen zur Lesefrühförderung http://www.kirango.at/de/erwachsene/eltern/leselust – Vorlesetipps für Kinder von 0-3 Jahren.

 

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Schlafen abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *